Toxische Verhaltensweise: Rauchen.
Gesellschaft, Unbequeme Wahrheiten

30 toxische Verhaltensweisen, die normalisiert wurden

Unsere Welt ist schön, aber nicht perfekt. Das dürfte für die meisten Leute klar sein. Viele Dinge laufen falsch, wurden aber mittlerweile von der Gesellschaft normalisiert. So haben sich mit der Zeit viele toxische Verhaltensweisen etabliert, die negative Auswirkungen auf das menschliche Dasein haben. In diesem Artikel könnten einige Zeilen nicht jedem gefallen, weil sie die unbequeme Realität abbilden. Die Wahrheit ist dafür bekannt, dass sie eben nicht jedem schmeckt. Doch ich bin nicht hier um dir zu sagen, was du hören willst, ich bin hier um dir zu sagen, was du hören MUSST. Als jemand, der das Übel erkennt, betrachte ich es schon fast als meine Pflicht, darauf aufmerksam zu machen. Das tue ich mit der Intention, dass sich etwas ändert, und zwar zum besseren. Deshalb gibt es hier jetzt eine Liste mit 30 toxischen Verhaltensweisen, die in unserer Gesellschaft mittlerweile zur Normalität wurden und die jeder wieder loswerden sollte.

1. Zucker auf zahlreichen Lebensmittel geben

Viele Menschen sind abhängig von Zucker geworden. Man findet es mittlerweile in zahlreichen sogenannten Lebensmittel. Die Lebensmittelindustrie kippt das Zeug auf allen erdenklichen sogenannten Nahrungsmittel, selbst dort wo man es nicht erwarten würde. Sogar in eingelegten Früchten, die eigentlich von Natur aus süß genug sein sollten, wird oft auf zusätzlichen Zucker nicht verzichtet. Glaubst du, dass der Großteil der Lebensmittelindustrie sich ernsthaft um deine Gesundheit schert? Die interessieren sich nur für dein Geld. Davon lässt sich am meisten verdienen, wenn der Konsument nach dem Produkt süchtig wird. Mit der Zugabe von Zucker ist das sehr leicht umsetzbar. Zucker sorgt dafür, dass im Gehirn das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet wird. In Verbindung mit Dopamin, baut der Konsument zu bestimmten Substanzen eine Sucht auf. Es hat also gute Gründe, warum viele Menschen mittlerweile auf ihren Zucker in zahlreichen Speisen und Getränken nicht verzichten können. Anschließend wundert man sich, wieso man ständig krank wird. 90 % aller Volkskrankheiten kommen von schlechter Ernährung. Unter solchen Umständen braucht es niemanden zu wundern, wenn in Europa und in den USA mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig ist und an Krankheiten wie Krebs, Übergewicht oder Diabetes leidet.

2. Überstunden auf der Arbeit

In vielen Großstädten gehört es zum guten Ton, wenn man freiwillig unbezahlte Überstunden macht, sofern man eine Beförderung in Betracht zieht. Viele tun das freiwillig, um sich auf diese Art von ihrem Chef den gewünschten Bonus zu verdienen und manche Betriebe erwarten sogar, dass ihre Arbeitnehmer freiwillig unzählige Überstunden machen, um ihren Fleiß und ihre Loyalität zu beweisen. Wer dort nicht freiwillig Überstunden macht, macht Unterstunden. Manche Arbeitgeber wollen, dass man eine gewisse Zeit an unbezahlten Überstunden macht (oft bis zu 60 Stunden in der Woche), bis man eine Gehaltserhöhung bekommt oder die Überstunden überhaupt bezahlt bekommt. Das ist nicht nur Ausbeutung, sondern zugleich eine Falle. Das Bild des fleißigen Arbeitnehmers, der alles für sein Unternehmen gibt und dafür selbst auf seine persönliche Freizeit verzichtet ist veraltet und sorgt beim Arbeitnehmer höchstens für Burnout, während es sämtliche Innovation ausbremst. Leute brauchen für die optimale Leistung ihren Freiraum und ausreichend Pause. Viele unbezahlte Überstunden tragen nichts zur Leistungsoptimierung bei. Stattdessen rauben sie sämtliche Motivation und quetschen den Arbeitnehmer wie eine Zahnpasta-Tube aus.

3. Toxische Männlichkeit

Egal ob die harten Jungs aus den Westernfilmen, James Bond oder Donald Trump: Sie alle strahlen die toxische Männlichkeit aus. Anstelle von echten Gefühlen und Empathie, findet man hier schroffes Vokabular und eine verhärtete Mimik. Je schroffer, härter, zäher und aufreißerischer ein Mann ist, desto männlicher und stärker ist man; so die Philosophie dahinter. Hinzu kommen die zähen Konkurrenzkämpfe und unter Umständen die Gewalt, die damit einhergehen. Die Mainstream-Medien mit all ihren maskulinen, „starken“ Machos bekräftigen dieses Bild. Nicht nur, dass jemand sich mit so einem Verhalten zum Affen macht, präsentiert es insbesondere den Jungs und jungen Männern ein völlig falsches Bild von Männlichkeit. Dieses falsche Idealbild von Männlichkeit sorgt am Ende für Reibung und Spaltung zwischen Männer und Frauen und ist ein Grund dafür, warum gewisse Herren der Schöpfung ihre Frauen dominieren und im Extremfall misshandeln. Es ist auch einer der Gründe, warum es vermehrt protestierende Feministinnen gibt, die Männer hassen und sämtliches negatives Verhalten eines Mannes auf sein Testosteron schieben. Dabei ist weder das männliche Geschlecht, noch das Testosteron das Problem. Das Problem ist das falsche erlernte Verhalten, das aus falschen Wertevorstellungen hinsichtlich der Männlichkeit entspringt.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich sage nicht, dass Mann zur Schneeflocke werden soll. Ich sage auch nicht, dass Mann wie eine Frau sein muss. Überlassen wir diese Rolle doch bitte den Frauen der Schöpfung. Doch diese falschen Ideale, die insbesondere in den Massenmedien immer wieder ausgestrahlt werden, haben ganz gewiss nichts mit echter Männlichkeit zu tun. Es fehlt dabei oft das Element der Liebe. Echte Männer stehen zu ihren Gefühlen und können auch Schwäche zeigen. Jeder kann mal schwach werden, das macht einen noch lange nicht zum Schwächling. Diese Schwächen als Mann zu unterdrücken, ist nur kontraproduktiv und hat nichts mit echter Männlichkeit zu tun. Schwäche oder Empathie zu zeigen ist nicht „unmännlich“, sondern einfach authentisch. Das macht einen echten Mann aus. Jemand, der wirklich stark ist, braucht keine Gewalt und Dominanz gegen andere einzusetzen oder seine Gefühle zu unterdrücken, um sie von seiner Stärke zu überzeugen. Echte Männer sind ehrlich, einfühlsam und stehen zu sich. Sie akzeptieren sich so wie sie sind, ohne das ganze Machogehabe und den Machtspielchen. Wird an der Zeit, dass die Gesellschaft das falsche Bild von Männlichkeit endlich loswird.

4. Toxischer Feminismus

Toxischer Feminismus bildet das exakte Gegenstück zur toxischen Männlichkeit und hat eigentlich nichts mit echtem Feminismus zu tun. Paradoxerweise unterschieden sich diese Damen vom ihren Verhalten nicht wirklich von den Machos, gegen die sie ein Problem haben. Sie wollen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, nicht indem sie dies auf faire Weise einfordern, sondern indem sie selbst die gleichen Mittel anwenden, die sie bei toxischen Männer so sehr verabscheuen. Manche „Feministinnen“ gehen sogar so weit, dass sie oftmals mit körperlicher und verbaler Gewalt für sich mehr Rechte als Männer beanspruchen wollen, was im Prinzip nicht besser ist, als die Machos, die Frauen unterdrücken. Feminismus bedeutet eben gleiche Rechte wie Männer, nicht mehr Rechte als Männer. Alles andere ist Heuchelei. Männerhass ist nicht gleich Feminismus und wird dennoch mittlerweile von gewissen Frauen der Schöpfung damit verwechselt. Sowas hat nichts mit echtem Feminismus zu tun, sondern kann viel mehr als Racheakt gegen die Art von Männer verstanden werden, mit denen die betroffenen Frauen in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen machten.

Schaut man ab und zu in die Massenmedien rein, sieht man gelegentlich Frauen, die mit nacktem Oberkörper gegen „die männliche Unterdrückung“ protestieren gehen und dabei männerhassende Parolen dahin brüllen. Das ist mittlerweile die politisch korrekte Version von Feminismus. Diese toxische Verhaltensweise ist nicht nur ein Akt der Respektlosigkeit, es stellt zudem eine Energieverschwendung dar und trägt nichts zur Lösung bei. Oder was ist so toll daran, wenn man mit nackten, bemalten Brüsten durch die Straßen läuft und mit Hassparolen gegen Männer demonstriert? Gut, sicherlich wird der Anblick vielleicht einigen Männer gefallen, solange sie ihre Ohren zuhalten, aber mehr auch nicht. Doch solche Aktionen beheben nicht das Problem, sondern befeuern es nur noch weiter.

Es ist so, als würde man Feuer mit Feuer bekämpfen. Oder wann konnte man je Hass mit noch mehr Hass beenden? Manche übertreiben ihre Rolle und gehen sogar so weit, dass sie selber gegen Männer gewalttätig werden, sie dominieren und im Prinzip das gleiche Übel den Männern antun, was sie eigentlich selbst von Männern nicht haben wollen. Es geht noch krasser: Einst sah ich, wie ein lesbisches Paar einen Jungen groß zog und ihm ihre männerverachtenden Ideologien aufdrückte á la, „Testosteron ist die Wurzel allen Übels“, „Männer sind böse“ und andere schräge Gedanken. Die Perversion kennt anscheinend keine Grenzen. Anschließend wundert man sich, warum es Jungen gibt, die Röcke tragen und mit Puppen spielen

Wie will Frau unter solchen Umständen eine positive gesellschaftliche Veränderung vorantreiben, geschweige denn einen fairen Umgang zwischen Mann und Frau bewirken? Bei solchen Praktiken grenzt es an Wahnsinn, wenn man erwartet, dass die Kluft zwischen Mann und Frau eventuell mal abnimmt. Toxischer Feminismus ist der Beweis dafür, dass Hass, Gewalt und Diskriminierung kein Geschlecht kennen. Hass und Gewalt haben nichts mit Weiblichkeit oder Männlichkeit zu tun, sondern sind lediglich ein Indikator dafür, dass gewisse Leute ihre Emotionen nicht im Griff haben oder ein völlig verzerrtes Weltbild in sich tragen. Toxisches Verhalten, egal ob bei Mann oder Frau, hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern ist auf falsche Erziehung in Kombination mit falschen Wertvorstellungen oder psychischen Störungen zurückzuführen. Echte Feministinnen stehen zu ihrer Weiblichkeit und suchen nach friedlichen, konstruktiven Lösungswegen, während sie alle respektvoll behandeln, egal ob Männer oder Frauen.

5. Falsche Vorbilder

Jeder erwachsene Mensch trägt eine Vorbildfunktion und muss Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen. So gibt es Leute des öffentlichen Lebens, die nicht gerade zu den besten Vorbildern gehören, zu denen aber viele Menschen aufschauen. Meistens sind es irgendwelche Stars und Prominente, die man von Filme und Serien aus dem Mainstream kennt. Dort werden dem Zuschauer häufig falsche, oberflächliche Werte und Ideale eingetrichtert. Die Massen feiern das auch noch, weil sie es oft einfach selbst nicht besser wissen. Die Mädchen wollen dann alle so hübsch und berühmt sein wie Beyoncé oder Kim Kardashian werden.

Alle wollen sie dann später Model werden und ihr eigenes Make-Up-Label gründen. Jungs und junge Männer folgen prominente Männer wie Vin Diesel, The Rock oder Daniel Craig, die alle einen auf „harten Macker“ machen und die zuvor erwähnten falschen Ideale verkörpern. Weil das im Fernsehen läuft und so viele das abfeiern, glauben gerade viele Kinder und Jugendliche, dass das gut wäre und der einzig wahre Weg, um später Reichtum und Erfolg zu bekommen. Wenn es ganz schlimm kommt, folgen sie irgendwelchen „coolen“ Gangster-Rapper, die in ihren Musiktexten Frauen als Nutte beschimpfen und Kriminalität und Gewalt verherrlichen. Warum folgt man sowas? Was ist so „cool“ daran, wenn man andere beleidigt, sie verprügelt oder eine Bank überfällt? Was sollen das bitteschön für Vorbilder sein?

Trotzdem werden diese Leute als Helden gefeiert und viele möchten so werden wie sie. Dabei sollte man sich die Frage stellen, was diese Leute für diese Gesellschaft eigentlich tun: Nichts. Zumindest nichts, was von wirklichem Nutzen ist. Das einzige, was die meisten dieser Mainstream-Promis für diese Gesellschaft höchstens leisten, ist die Verblödung und Ablenkung der Massen. Dafür kassieren sie auch noch eine dicke Stange Geld und seitens der Öffentlichkeit großen Dank und Respekt. Dabei gibt es nichts, was man diesen Leuten danken sollte. Was ist mit den echten Helden in unserer Gesellschaft?

Die Krankenschwester, der Feuerwehrmann, der Bauarbeiter, der Elektrotechniker, die Landwirte und der Tierarzt der deiner Katze das Leben rettet? Was ist mit den Leuten, die sich in Krisenzeiten für deine Rechte und Freiheiten aussprechen? Wer unterstützt diese Menschen? Wo bleibt da der Dank? Diese Leute sind ganz normale Menschen wie du und ich und dennoch leisten sie der Gesellschaft jeden Tag einen wertvollen Beitrag. Wenn du nicht die Leute unterstützt, die sich wirklich für dein Wohl einsetzen und nicht all den Leuten dankst, die dein Leben jeden Tag wirklich besser machen, dann wird am Ende niemand mehr da sein, der das noch für dich tun will. Danke somit den echten Helden, nicht irgendwelchen Promis, die nichts für dich tun, außer dich abzulenken und dümmer zu machen.

6. Brutale verstörende Filme und Serien

Horrorfilme, Actionfilme und alle Filme und Serien, die in irgendeiner Weise brutal und viel extreme Gewalt enthalten, haben in letzter Zeit zu viel Aufmerksamkeit bekommen und gelten deshalb mittlerweile als normal. Ist dir schon mal aufgefallen, dass wenn man im Internet nach Filme und Serien sucht, dort einem meist als erstes Horror- und Gewaltfilme präsentiert werden? Das ist kein Zufall. Die Menschenmassen verlangen danach. Eigentlich ist es bizarr, wenn sich zahlreiche Leute freiwillig Gewalt und Brutalität ansehen und dafür auch noch Geld bezahlen. Viele Horrorfilme sind so gruselig und verstörend, dass der normale Zuschauer davon garantiert Albträume oder psychische Probleme bekommt. Trotzdem scheinen es viele zu lieben. Die dort gezeigten Bilder vergiften langfristig den Verstand und verursachen psychische Beschwerden, die sich auch auf das alltägliche Leben auswirken, darunter chronischer Stress, Angst und ansteigende Aggressivität. Grund genug, um diese toxische Vorliebe zu beenden.

7. Perverse, abartige Vorlieben und Fetische

Auch komische und abartige Vorlieben wurden in unserer Gesellschaft zunehmend zur neuen Normalität. Man braucht nur auf einige Pornoseiten vorbeizuschauen, dann weiß man was ich meine. Trotzdem scheint sich kaum jemand darüber großartige Gedanken zu machen, solange sich niemand beschwert und es sich noch im rechtlichen Rahmen befindet. Das garantiert jedoch nicht, dass es nicht zahlreiche Menschen da draußen gibt, die merkwürdige Fetische und Vorlieben entwickeln, um ihre perversen Fantasien auszuleben. Was ist beispielsweise so berauschend daran, wenn Leute freiwillig Windeln anziehen und diese sich von dem Sexualpartner wechseln lassen? Oder wenn man eine Domina dafür bezahlt, damit sie einen wie einen Sklaven behandelt und man am Ende der Sitzung ihren Stiefel ablecken kann? Es gibt im Internet viele abartige, ekelerregende Szenerien, die nicht selten die Grenzen der Perversion sprengen und dennoch mittlerweile als erlaubt und „normal“ gelten. Frag mich nicht, warum so viele Leute daran Gefallen finden. Das sagt einiges über diese Gesellschaft aus. Danach wundert man sich, wieso es immer wieder Fälle mit abscheulichen Sexualverbrechen gibt. Das sollte ernsthaft zum Hinterfragen anregen, was in dieser Welt eigentlich falsch läuft.

8. Zigaretten, Alkohol, Smartphone- und Pornosucht

Diese Dinge haben den größten Einfluss auf das Leben vieler Menschen, zumal sie süchtig machen und das auch so gewollt ist. Wenn ich von Zigaretten, Alkohol, lange Bildschirmzeit und Pornos als toxisches Verhaltensmuster spreche, dann meine ich damit nicht den gelegentlichen Konsum dieser Mittel. Ein Mal im Jahr ein Glas Sekt oder Wein wird sicherlich nicht schaden. Eine gelegentliche Zigarre für traditionelle Männer, die auf diese Art einen Erfolg feiern, ist kein Thema. Und jemand, der auf schnellste Weise an relevante Informationen herankommen möchte, wird auf sein Smartphone oder Computer nicht verzichten können. All das meine ich damit nicht. Ich meine damit die Sucht auf diese Mittel, von der sich so viele Leute mittlerweile versklaven lassen.

Viele sind von diesen Mitteln so abhängig geworden, dass für sie ein Leben ohne unvorstellbar wäre. Wie viele Leute da draußen können noch 5 Minuten ohne ihr Smartphone aushalten? Oder mindestens 1 Stunde ohne Zigarette? Man möge sich die zahlreichen Zigarettenstöpsel auf öffentlichen Straßen, den exzessiven Alkoholkonsum in Clubs, die Bildschirmzeit zahlreicher Nutzer auf den sozialen Medien oder die hohen Aufrufe von Videos mit pornografischen Inhalten ansehen. All diese toxischen Verhaltensweisen sind eigentlich nicht normal und wurden dennoch vom Großteil der Gesellschaft mittlerweile normalisiert. Mit diesen Süchten verdienen zugleich verantwortungslose Produzenten ihr Geld, was auch ein Grund dafür ist, warum diese toxische Verhaltensweise weiterhin gefördert werden, obwohl sie für den Konsumenten offensichtlich keinen echten Wert bringen und mehr schädlich, als nützlich sind. Zeit damit aufzuhören.


9. Gamingsucht und Gewaltspiele

Anknüpfend an den vorherigen Punkt, ist die Sucht nach Gaming und die Freude an Gewaltspiele wie Ego-Shooter oder Horror-Spiele ebenso eine toxische Verhaltensweise, die insbesondere bei vielen jungen Menschen zur Normalität wurde. Daraus hat sich mit der Zeit ein großes Geschäft entwickelt, mit dem sich viel Geld verdienen lässt. Deshalb betet die Gaming-Industrie dafür, dass genügend neue junge Kunden dazukommen und sich davon abhängig machen. Für viele große Industrien bedeutet Abhängigkeit = sicheres Einkommen. Oft wird bei Computerspielen mit sexuell anregenden Inhalten gelockt, denn wie hieß es noch sogleich? Sex sells.

Dementsprechend sind viele dieser Spiele so gestaltet, dass sie den Spieler bewusst süchtig machen, damit dieser so viel Zeit wie möglich mit Zocken verbringt und dafür auch Geld ausgibt. Das geschieht durch kleine Belohnungen, wie das Freischalten bestimmter Auszeichnungen, Gadgets, Funktionen, Designs und anderen Spielvorteilen, die sich der Gamer verdient, nachdem er im Spiel bestimmte Aufgaben erledigt. Nicht nur die Sucht ist dabei das Problem. Viele Leute, die diesem Mechanismus zum Opfer verfallen, vergeuden dadurch ihre Lebenszeit. Spielsüchtige nutzen das Gaming oft als Flucht aus der kalten Realität, mit der sie täglich konfrontiert werden (ich spreche da aus Erfahrung), beziehungsweise, um sich von ihren Problemen abzulenken.

Das kann im Extremfall so weit gehen, dass manche Spieler dadurch wichtige Pflichten oder soziale Kontakte aus der realen Welt vernachlässigen. Und all das für die Illusion von Erfolg und Anerkennung. Dabei findet das echte Leben da draußen statt, nicht auf dem Bildschirm. Zudem verdient man als Gamer in der Regel kein Geld, außer man ist professionell im E-Sport aktiv. Das dürfte jedoch auf die Mehrheit der Spieler nicht zutreffen. Jemand der ständig nur am Zocken ist, vertrödelt wertvolle Lebenszeit, die er anderweitig hätte besser nutzen können, wie beispielsweise dem Aufbau eines regelmäßigen Einkommens. Bei älteren Generationen ist es oft noch die Spielsucht am Automaten oder im Casino. Auch diese Dinge wurden normalisiert, während sie nicht selten zahlreiche Spielsüchtige in den Ruin treiben.

10. Hoher Stolz, Arroganz und das Herabwerten anderer

Insbesondere in der westlichen Kultur, die von Materialismus, Geldgier, Egoismus und Leistungsdruck getrieben ist, haben viele Leute ein großes aufgeblasenes Ego; einige Hauptdarsteller aus Gangstarap-Musikvideos sind da nur einige von vielen Beispielen. Damit geht nicht selten ein hoher, übertriebener Stolz und eine Arroganz einher. Viele halten sich dann für etwas Besseres, nur weil sie mal irgendetwas in der Vergangenheit erreicht haben. Sie definieren ihren Wert meist durch reine Oberflächlichkeiten. Prinzipiell leben diese Leute gedanklich in der Vergangenheit und halten an längst vergangene Errungenschaften fest, während sie in der Gegenwart oft nichts Neues machen und keine neuen Erfolge erzielen: „Seht her, ich habe an der Harvard Universität studiert und war mal ein gut bezahlter Manager an diesem tollen Unternehmen“.

Währenddessen schauen sie auf diejenigen herab, die „weniger erreicht haben“ und machen ihnen mit ihrem asozialen Verhalten das Leben schwer. Man findet solche Leute häufig in gesellschaftlichen Kreisen der sogenannten Eliten, aber auch normale Leute können durchaus von dieser toxischen Verhaltensweise befallen sein, wenn sie ein geringes Selbstwertgefühl haben und ständig nach Bestätigung von anderen suchen. Wer als Arbeitnehmer bei einem arroganten Arbeitgeber tätig ist, bekommt in seinem Betrieb die „Ehre erwiesen“. Um befördert zu werden, muss er dort sehr lange und hart arbeiten, wenn er aufzusteigen und irgendwann würdig für eine Gehaltserhöhung sein möchte. Arrogante Chefs sind häufig ein Grund dafür, warum heutzutage viele junge Berufseinsteiger ein oft deutlich geringeres Gehalt bekommen als die Elterngeneration.

Die hochmütigen Chefs sind oft älter als die jungen Berufseinsteiger und nicht selten knauserige, überhobene Geizkragen. Sie halten junge Lehrlinge für völlig unfähig und undiszipliniert, nur weil sie mal im Fernsehen einige Problemkinder beim Trinken gesehen haben. Dementsprechend bilden sich bei solchen Leuten zahlreiche Vorurteile und toxische Verhaltensmuster, die andere benachteiligen. Das ist ein altes Schema und bis heute tief in dieser Gesellschaft verwurzelt. Viele Leute sind gut darin, Vorurteile gegen andere zu pflegen. Es ist leichter, jemanden von Beginn an in eine mentale Schublade zu stecken, als diese Person zunächst sorgfältig kennenzulernen und sich ein realistisches Bild ihr zu machen.

So kommt es nicht selten vor, dass Menschen unterschätzt und herab gewertet werden, nur weil ein hochnäsiger Mensch Vorurteile gegen sie hat. Leute, mit einem ungesunden Stolz und einer hohen Arroganz, halten sich für besser und wertvoller als andere, während sie sich als das Zentrum des Universums betrachten. Dabei sind sie lediglich eingebildet, denn verglichen mit der Unendlichkeit der Schöpfung, sind diese Leute nur ein winziges, unbedeutendes Staubkörnchen. Eine gesunde Bescheidenheit und Respekt vor anderen Menschen, unabhängig von ihrer Leistung, ihrer Herkunft oder Hautfarbe, würde diesen Leuten sicher nicht schaden.

11. Verschwenderischer Lebensstil

Man könnte jetzt auf die Idee kommen, dass gerade reiche Leute, also jene die es sich leisten könnten, verschwenderisch leben. Das trifft jedoch eher nur auf seltene Ausnahmefälle zu. Tatsächlich sind es oft die Massen oder die breite Mittelschicht, die mit ihren Ressourcen sehr verschwenderisch umgeht. Reiche Leute, die für ihren Reichtum hart gearbeitet haben, leben oft eher sparsam, da die Anhäufung ihres Reichtums nicht mit einem verschwenderischen Lebensstil funktioniert. Das ist auch einer der Gründe, warum so viele Leute hart arbeiten und eigentlich ganz gut verdienen und am Ende des Monats trotzdem kein Geld mehr auf dem Konto haben. Normale Leute, die von Anfang an in gutbürgerlichen Verhältnissen hineingeboren wurden, haben selten bittere Armut und Knappheit erlebt. Darum fällt es ihnen oft leicht, mit dem Wasserverbrauch, dem Heizen und der Nahrungsmittel verschwenderisch umzugehen.

Laut einer Studie des Heinrich von Thünen-Instituts, wurden allein in Deutschland im Jahr 2019 insgesamt rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Etwa die Hälfte aller entsorgten Lebensmittel wurden allein in Privathaushalten weggeworfen, während weltweit 680 Millionen Menschen hungern und in einigen Länder Kriege wegen Wasser geführt werden. Gleiches gilt für Strom und andere Güter. Es kann nicht nachhaltig sein, wenn man monatlich die neuste Fast-Fashion Billigmode kauft und die Kleidungsstücke nur einmal im ganzen Leben trägt, nur um sie anschließend in die Tiefen des Kleiderschranks verwahrlosen zu lassen.

Viele Leute kaufen sich per Ratenfinanzierung ein eigenes Auto, obwohl sie kein eigenes Auto brauchen. Sie kaufen es nur, weil „alle anderen das auch so tun“ oder weil es ein „Statussymbol“ ist. Dieses Verhalten verbraucht unnötig viel Rohstoffe, Energie und treibt die Preise für Güter unnötig in die Höhe, während es für Ungleichheiten in der Verteilung der Ressourcen sorgt. Hinzu kommt die immense Menge an Plastikmüll. Daraus resultieren die bekannten Umweltverschmutzungen, wie unter anderem das Mikroplastik im Meer.

Jeder von uns sollte das eigene Konsumverhalten überdenken und den eigenen Ressourcenverbrauch hinterfragen. Auch wenn reiche Industrienationen alle notwendigen Güter im Überfluss haben, heißt das noch lange nicht, dass man damit verschwenderisch umgehen soll. Ein verschwenderischer Umgang mit den verfügbaren Ressourcen beutet unnötigerweise unseren Planeten aus und zerstört die Umwelt. Mehr Dankbarkeit für das, was man hat und eine gesunde Bescheidenheit würde vielen Menschen da draußen sicherlich guttun.

12. Hohe Erwartungen an andere stellen

Ein weiteres toxisches Verhaltensmuster sind die hohen Erwartungen, die wir unserer leistungsorientierten Gesellschaft zu verdanken haben. Viele Menschen stellen an Politiker, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und an das Leben, zu hohe Erwartungen, welche sie meist selbst niemals erfüllen könnten. Viele stellen übertriebene Erwartungen an sich und andere. Daraus entsteht ein gesellschaftlicher Druck, was wiederum mit toxischem Zwangsverhalten einhergeht. Es gehört dann zum guten Ton, wenn man freiwillig zahlreiche unbezahlte Überstunden macht, weil der Chef das so erwartet. Oder man erwartet, dass irgendwelche Lobbyvertreter aus der Politik schon irgendwie die Probleme der Bevölkerung lösen werden. Diese Erwartungen beruhen größtenteils auf realitätsfernen Idealvorstellungen. Es kann nicht jeder Mensch immer zu 100 Prozent perfekt sein und maximale Leistung erbringen. An andere Erwartungen zu stellen, führt nicht selten zu Enttäuschungen. Es gibt nicht diesen einen Übermenschen, der alles kann und alles mit Leichtigkeit richtet.

Trotzdem streben so viele Leute nach ständiger Perfektion und verurteilen sich und andere, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Gerade in der Arbeitswelt leiden viele Menschen unter dem enormen Leistungsdruck, der ihnen von ihren anspruchsvollen Arbeitgebern oder ihren Bekanntenkreis auferlegt wird. Daraus entsteht in der Gesellschaft eine toxische Atmosphäre aus Leistungsdruck und schädlichem Zwangsverhalten. Jene Leute, dessen hohe Erwartungen nicht erfüllt werden, sind am Ende schnell enttäuscht. Wir müssen weg vom Leistungsdruck, weg vom realitätsfernen Perfektionismus und wieder zurück zur Menschlichkeit. Die menschlichen Dimensionen müssen für ein langfristiges Wohlbefinden berücksichtigt werden. Andernfalls steuern immer mehr Menschen auf Burnout und Depression zu und spätestens ab dann läuft gar nichts mehr.

13. Sexualisierung von Kinder

Es ist schon erschreckend, dass es mittlerweile Schönheitswettbewerbe für kleine 4-8-Jährige Mädchen gibt, die geschminkt, mit knappen Kleidern auf dem Laufsteg umherziehen, damit sie den Schönheitspreis abräumen und ihren verantwortungslosen Müttern ein nettes Einkommen bescheren. Sei ehrlich: Würdest du es auch nicht „süß“ finden, wenn ein 5-jähriger Junge sich mit einem 5-jährigen Mädchen küsst? Viele finden so etwas mittlerweile ganz normal. Das ist das Abartige daran. Die Sexualisierung von Kindern wurde in großen Teilen der Gesellschaft mittlerweile als normal erklärt. Das ist besonders dann ekelerregend, wenn einige Erwachsene mit speziellen Neigungen daran Gefallen finden. Zugleich ist das ein schädlicher Eingriff in die soziale und sexuelle Entwicklung der Kinder. Leute, die aus der Sexualisierung ihrer Kinder Profit schlagen, sollten eventuell einen Besuch beim Psychiater in Betracht ziehen. Oft gehen diese toxischen Verhaltensmuster mit Minderwertigkeitskomplexen seitens der Eltern einher, die mit den Schönheitspreisen ihrer Kinder etwas kompensieren wollen. Dieser Wahnsinn muss aufhören. Lasst die Kinder in Ruhe und lasst sie vor allem einfach Kinder sein!

14. Ständig feiern gehen obwohl es nichts zu feiern gibt

Insbesondere in der westlichen jungen Arbeiterkultur hat sich das routinierte exzessive Feiern nach der Arbeit schon lange breit gemacht. Zahlreiche junge Arbeitnehmer und jugendliche Schüler leben für das Wochenende. Anstatt sich sinnvoll zu beschäftigen und die Welt ein Stückchen besser zu machen, gehen sie lieber nach der Schule oder nach Arbeit mit ihrem wenigen Geld auf Clubs und Bars, um dort „so richtig die Sau herauszulassen“. Dröhnende, scheußliche Musik, exzessives Baggern und Pöbeln, sind in den Saufgelagen mit inbegriffen. Es scheint, als sei für viele junge Menschen das Feiern am Wochenende eine Art Kult geworden, auf denen sie nach einer stressigen Arbeitswoche nicht verzichten können.

Gesund ist das definitiv nicht. Dabei stellt sich die Frage, was es da eigentlich zu feiern gibt? Während zahlreiche junge Leute sich in Clubs und Bars sinnlos besaufen und einen „entspannten“ Abend genießen, brennt in Brasilien der Regenwald nieder, hungern weltweit mehrere 100 Millionen Menschen, baut ihre Regierung eine totalitäre Diktatur auf und im mit Plastik verschmutzten Meer sterben unzählige Meeresbewohner. Wofür feierst du also? Es gibt nichts zu feiern! Statt Bierflaschen zu leeren und diese achtlos auf Stränden zu entsorgen, solltest du den Strand vom Plastikmüll befreien und nebenbei mit deinen Freunden die Welt retten. Erst dann hast du zu Recht einen Grund zum Feiern.

15. Sündenbock-Mentalität: Immer die Schuld nur bei anderen suchen

Wer ist der Schuldige? Wer ist verantwortlich für dieses Übel? Der hat das und das gemacht. Der hat Schuld! Ständig muss der Sündenbock ausfindig gemacht werden. Immer ist irgendjemand anderes Schuld nur man selbst nicht. So denken viele Leute da draußen, um sich dadurch auf leichte Weise der Verantwortung zu entledigen. Diese Rechnung geht langfristig nicht auf. Es ist mittelalterliches Verhalten und zeugt von purer Verantwortungslosigkeit. Unglücklicherweise wurde mittlerweile auch diese toxische Verhaltensweise in unserer Gesellschaft normalisiert; man braucht sich nur den Kommentarbereich in „sozialen“ Medien anzuschauen.

Dabei sollte man zuerst bei sich selbst die Schuld suchen, bevor andere, oftmals unschuldige Mitmenschen als Sündenbock missbraucht. Du hast ein Problem damit, dass korrupte Politiker das Land gegen die Wand fahren? Warum wählst du dann solche Leute? Oder diese bösen Ungeimpften, die angeblich dafür verantwortlich sind, dass zahlreiche Doppelt- und Dreifachgeimpfte trotzdem wegen Corona auf die Intensivstationen landen. Hauptsache jemand anderes ist immer schuld an etwas. Insbesondere in Deutschland ist diese Sündenbock-Mentalität schon seit langem eine weit verbreitete, toxische Verhaltensweise. Wie wäre es mal, wenn man zuerst bei sich selbst anfängt, bevor man über andere Leute klagt? Wie sagte meine Oma immer so schön: „Putze erst vor der eigenen Tür, bevor du über den Dreck anderer Leute herfällst“. Weise Worte.

16. Öffentliche Bloßstellung, Shitstorms und Erniedrigung

Ergänzend zum vorherigen Punkt, ist es leider mittlerweile zur Normalität geworden, dass Entscheidungsträger in wichtigen Führungspositionen erbarmungslos über die Medien öffentlich bloßgestellt werden, sofern etwas sagen und tun, was nicht der offiziellen Linie entspricht. Dieses toxische Verhalten bezieht sich oft auch auf einzelne Privatpersonen, jedoch umso mehr auf Personen und Organisationen des öffentlichen Lebens. Am meisten sieht man es bei Politiker: Sobald jemand etwas sagt oder tut, was anderen so gar nicht gefällt, wird derjenige binnen kürzester Zeit über die öffentlichen Medien zur Witzfigur gemacht und zum Subjekt von Hass und Shitstorms. Das ist sowohl für das Opfer als auch für den Täter schädlich. Verstehe mich nicht falsch; es ist nichts verkehrt daran, wenn man konstruktive und berechtigte Kritik äußert. In der Realität sieht das aber häufig ganz anders aus.

Während ich auch nicht immer toll finde, was gewisse Entscheidungsträger alles anrichten, ist das alleine noch kein Grund, um den Respekt zu verlieren und diese Menschen zu hassen. Leider tun das noch viele Leute da draußen; es scheint zum Volksport geworden zu sein. Selbst Leute, die meist friedlich sind, lassen sich noch manchmal zu solchen Spielchen locken. Das erschafft in unserer Gesellschaft eine toxische Atmosphäre und bewirkt am Ende lediglich, dass Probleme nur weiter aufgeblasen und nicht gelöst werden. Wer denkt, dass Politiker oder bestimmte Organisationen für bestimmte Probleme verantwortlich sind, dem kann ich nur antworten: Diese Leute sind nicht die Hauptverantwortlichen. Es sind auch die zahlreichen Mitläufer, die den Wahnsinn abnicken und mitmachen. Oftmals werden Shitstorms gestartet, nur um unerwünschte Personen mit unerwünschten Meinungen zu unterdrücken. Langfristig führt das zu keiner konstruktiven Lösung. Wenn man Probleme wirklich lösen möchte, dann helfen nur friedliche Lösungen. Öffentliche Bloßstellung, sowie Hass und Hetze gegen andere hat nichts mit konstruktiver Lösungsfindung zu tun.

17. Sucht nach negativer Berichterstattung

So viele Menschen suchen nach Stress und Drama und schauen deshalb unter anderem schlechte Nachrichten. Es ist schon lange in großen Teilen unserer Gesellschaft zur Normalität geworden, weil viele süchtig nach Negativität sind. Das gilt insbesondere für die Panikmache aus den Nachrichten. Nicht nur, dass alle Bilder, die man dort zu sehen bekommt, nicht immer der Wahrheit entsprechen, zugleich werden dort ständig erschreckende Szenen von Tod, Leid, Kriminalität, Krieg und Zerstörung präsentiert. Langfristig vergiftet das den eigenen Verstand und sorgt für Stress, Angst und Depression. Dennoch verlangen zahlreiche Leute genau nach solchen Szenen und die Massenmedien liefern es. Andernfalls würden nicht jeden so viele Menschen Nachrichten schauen. Wo es eine Nachfrage gibt, entsteht auch ein Angebot und weil viele Leute danach verlangen, gibt es auch viel davon. Wenn du regelmäßig schlechte Nachrichten schaust und dir damit deinen Tag vermiest, dann beklage dich nicht. Du und viele andere haben das erschaffen. Würde niemand sich das ständig anschauen, dann würde es das nicht geben. Die positiven Nebeneffekte daraus wären ein ruhigerer Schlaf und weniger Stress.

18. Toxischer Wettbewerb und die Erniedrigung der Konkurrenz

Insbesondere in der heutigen Wirtschaft und Politik findet man zahlreiche toxische Machenschaften. Darunter auch der toxische Wettbewerb und die unerbittlichen Konkurrenzkämpfe, die damit einhergehen. Eigentlich sollte der Wettbewerb ein Treiber für Wachstum und Innovation sein. Zum Großteil ist heute das Gegenteil der Fall. Neben der Ausbeutung und Lohndumping in bestimmten Unternehmen, scheint es so, als würde es mittlerweile zum guten Ton gehören, wenn man die Konkurrenz mit Erniedrigung und Kampf beseitigen will, anstatt mit Qualität und besserer Leistung zu punkten.

Ständig wird der Konkurrent in ein schlechtes Licht gerückt, um so selbst besser dazustehen. Das ist ziemlich unprofessionell und dennoch leider bei vielen zur Normalität geworden. In der Politik gehört dieses toxische Verhalten schon lange zur Normalität: Dort gewinnt man keinen Wahlkampf mehr, indem man selbst mit guten Qualitäten und Ergebnissen punktet, sondern indem man die Konkurrenz öffentlich bloßstellt und sie schlechtredet. Wer es ernst meint, schaltet noch eine Schmutzkampagne gegen seine Konkurrenz. Und so soll man heutzutage einen Wahlkampf gewinnen? Wo ist die Ehrlichkeit und Fairness geblieben? Die wurde bei vielen schon lange beerdigt. Es ist für viele leichter, die Konkurrenz fertig zu machen, als mit Ehrlichkeit und Qualität zu punkten. Bedauerlicherweise erschafft das in dieser Welt lediglich eine toxische Atmosphäre und bewirkt nichts Gutes. Grund genug, das zu ändern.

19. Das Smartphone und die sozialen Medien für wichtiger nehmen als echte soziale Kontakte

Dieses Phänomen ist heute weit verbreitet und ein Treiber für Einsamkeit. Was eigentlich dazu gedacht war, um mehr Kontakte zu knüpfen, ist bei vielen Leuten ins komplette Gegenteil gelaufen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass soziale Medien Einsamkeit fördern. Hinzu kommen Minderwertigkeitskomplexe und psychische Belastungen, wenn jemand zum Subjekt von Cybermobbing wird. Merkwürdig, denn es heißt doch soziale Medien, oder? Dabei ist nichts daran sozial, wenn man bei einem Treffen mit seinen Freunden mehr auf das Smartphone achtet, als auf das Gespräch mit dem/r Freund/in. Viele Menschen sind mittlerweile zu Smartphone-Zombies verkommen. Sie tauschen ihr echtes Leben, ihre echten Kontakte, gegen eine Fake-Version davon ein. Fake-Kontakte aus Instagram und Facebook werden so mit der Zeit wichtiger, als Kontakte im echten Leben.

Ist es nicht eigentlich unhöflich, wenn man sich mit dem besten Freund oder der besten Freundin in einem Restaurant oder bei einem Spaziergang unterhält und er oder sie plötzlich sein Smartphone zückt und zu irgendwelchen Leuten Textnachrichten tippt? Der virtuelle Freund wird dann plötzlich wichtiger als der Gesprächspartner nebenan. Wo sind denn da die Manieren? Das ist nicht nur eine toxische Verhaltensweise, sondern zudem respektlos. Und dennoch gilt das mittlerweile in großen Teilen der Gesellschaft als normal. Fakt ist: Echte, lang anhaltende Freundschaften lassen sich weiterhin nur durch echte Kontakte im realen Leben bilden, nicht allein im Smartphone über „soziale“ Medien…

20. Sich selbst durch reine Oberflächlichkeiten definieren

Wie viele Menschen da draußen definieren sich noch nach echten inneren Werten und nicht nach reinen Oberflächlichkeiten wie dem Aussehen, dem Schulabschluss und dem materiellen Besitz? Wer so denkt, ist weder authentisch, noch originell und wird ständig unzufrieden mit sich sein, gerade dann, wenn er jemand anderes sieht, der rein oberflächlich besser gestellt ist. Daraus resultieren ständige Vergleiche mit anderen, Minderwertigkeitskomplexe sind dabei vorprogrammiert. Die Werbeindustrie und zahlreiche Musikvideos tragen dazu bei, dass zahlreiche Leute sich aufgrund von reinen Oberflächlichkeiten schlechter fühlen und dadurch ein ständiges Gefühl des Mangels verspüren. Das ist toxische Normalität. Dabei ist es unsinnig, sich ständig mit anderen zu vergleichen, weil jeder vollkommen individuell ist und demnach unterschiedliche Qualitäten aufweist.

Das gilt insbesondere für rein oberflächliche Werte. Der Basketballspieler mit 2 Meter Körpergröße hat alleine durch seinen Körperbau ganz andere Qualitäten als der Basketballspieler mit einer Körpergröße von 1,7 Meter. Es würde deshalb keinen Sinn ergeben, diese Leute zu vergleichen. Viele oberflächliche Werte können zudem nicht beeinflusst werden. So ist es beispielsweise genetisch vorbestimmt, wie groß, schön oder intelligent jemand ist. Nicht alle dieser Eigenschaften kann man beeinflussen. Warum soll man sich dann nach reinen Oberflächlichkeiten definieren, wenn man vieles davon noch nicht einmal beeinflussen kann?

Warum sich dadurch ständig als nicht wertvoll genug betrachten? Jeder Mensch ist komplett und vollkommen so wie er ist, unabhängig von seinem Aussehen, Geschlecht, Herkunft, seinen Fähigkeiten, Status etc.

21. Sich mit Durchschnittlichkeit zufrieden geben

Es ist erstaunlich, wie viele talentierte Leute es da draußen gibt und wie wenige von ihnen ihr maximales Potenzial entfalten. So viele Leute könnten so viel mehr erreichen und dennoch geben sich die meisten mit weniger zufrieden. Damit meine ich nicht die Anhäufung von Reichtum, sondern die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten bzw. Kompetenzen. Manch talentierter Fußballer bleibt lieber in seiner regionalen Mannschaft, obwohl er das Zeug für die Profiliga hätte. Manch talentierter Künstler übt sein Handwerk nur als Hobby aus, nur weil er seine Festeinstellung in seinem vermeintlich sicheren Job nicht verlieren möchte.

Es wird jeden Tag aufs neue so viel Potenzial vergeudet, weil die meisten Ängste haben, sich zu bequem sind, sich mit weniger zufriedengeben oder einfach nur nicht aus dem Raster fallen wollen. Kurz gesagt: Weil sie nicht ihre Komfortzone verlassen wollen. Warum etwas ändern, wenn es doch in meiner Komfortzone so bequem ist? Das ist einer der Hauptgründe, warum so viele Menschen sich mit Durchschnittlichkeit zufriedengeben. Wo würden wir als Gesellschaft stehen, wenn jeder einzelne das Beste aus sich machen würde? Wir hätten vermutlich schon längst den Himmel auf Erden und jeder würde ein wesentlich erfüllteres Leben führen. Wir haben zu wenige Leute, die mutig sind und etwas wagen. Das bremst die Innovation aus, das hält positive Entwicklung auf und deshalb ist dieses Verhalten in gewisser Weise toxisch. Dabei beginnt das Leben dort, wo die Komfortzone aufhört.

22. Das Leugnen und Wegschauen von Problemen

Das ist insbesondere in heutigen Zeiten ein weit verbreitetes Phänomen. Viele Leute scheinen zu glauben, dass die Probleme einfach verschwinden, wenn sie lange genug die Augen davor verschließen. So einfach geht das aber nicht. Dennoch bevorzugen so viele Menschen die Scheuklappen-Mentalität. Warum sollte man sich auch mit den Herausforderungen des Lebens auch ernsthaft befassen? Ist es nicht einfacher, lieber ignorant zu sein, als aufzustehen und etwas dagegen zu unternehmen? Leider ist bei den Herausforderungen unserer Zeit, das Wegschauen und Ignorieren, der bevorzugte Umgang vieler Schlafschafe.

Die meisten fangen erst dann damit an, etwas zu ändern, wenn es richtig brenzlig wird und nur wenn es sie persönlich betrifft. Bis das passiert, geben sie die Verantwortung lieber anderen ab, die nicht unbedingt ihr bestes im Interesse haben. Wenn dann Probleme auftreten, wird es stattdessen häufig noch geleugnet und schön gefärbt oder wie so oft die Schuld wieder bei anderen gesucht. Das ist lediglich eine weitere Möglichkeit, um sich auf einfache Art der Verantwortung zu entledigen.

Weil so viele das machen, haben korrupte Politiker und Unternehmen freies Spiel, woraus dann alle großen Probleme dieser Welt erst zustande kommen. Anschließend beklagen sie sich, ohne jemals selbst etwas dagegen zu unternehmen. Keiner tut was, keiner hat etwas gesehen, niemand will davon etwas gehört haben und schon gar nicht die Verantwortung dafür übernehmen. Nur so ist es überhaupt möglich, dass Wohnen zunehmend zum Luxusgut wird und dass in Deutschland die Lebensmittelpreise und Energiekosten unaufhörlich steigen. Den Michel interessiert das herzlich wenig, solange genügend Bier im Kühlschrank steht und Bundesliga läuft. Diese Probleme lösen sich nicht von alleine und erst Recht nicht, wenn man die Scheuklappen aufsetzt.

23. Nur das sehen wollen, was in das eigene Weltbild passt

Wir Menschen sind sehr wählerisch. Das betrifft auch die Dinge, die wir täglich wahrnehmen. Allerdings bringt das einen Nachteil mit sich: Es macht ignorant für andere Perspektiven. Jemand, der Probleme nachhaltig lösen möchte, muss sich auch in die Lage anderer hinein versetzen können. Genau das tun aber nur die Wenigsten. Nachgewiesenermaßen leben und denken viele Menschen so, wie es in ihr persönliches Weltbild passt. Das überträgt sich dann auf das gesamte Leben: Man konsumiert nur die Informationen, die in das eigene Weltbild passen oder verbringt nur Zeit mit Leuten, die dieselben Meinungen und Ansichten vertreten. Dadurch beschränkt man sich selbst und wird blind für neue Wege und Möglichkeiten. Das Denken wird dadurch limitiert. Darum über den Tellerrand hinauszublicken und andere Möglichkeiten und Perspektiven zuzulassen.

24. Abgestürzte Jugend

Ist es nur meine persönliche Wahrnehmung oder war das schon immer so, dass so viele Jugendliche heutzutage verdorben und respektlos sind? Man möge sich einige öffentliche Schulen oder Kommentare in den sozialen Medien ansehen. Die 13-jährigen Jugendlichen, die auf der Straße hochprozentiges Alkohol trinken, abscheuliche Musik hören, herum pöbeln und Cannabis rauchen, geben mir die Bestätigung. Selbstverständlich kann man das nicht alles über einen Kamm scheren und was will man schon dagegen sagen? Es sind halt noch Kinder. Kinder machen eben auch Dummheiten. Was mich nur oft verwundert ist die Tatsache, dass die Verdorbenheit der heutigen Jugend allem Anschein nach zur Normalität geworden ist.

Viele Erwachsene, inklusive der Eltern, scheint das nicht wirklich zu kümmern. Klar möchte man in der Pubertät gewisse Dinge ausprobieren, doch das ist noch lange kein Grund, um wie der letzte Dreckshaufen zu benehmen, ohne jegliches Gefühl von Anstand und Moral. Hier lege es eigentlich in der Verantwortung der Eltern, dafür zu sorgen. Andernfalls stürzen nicht wenige komplett ab, fangen an, drogenabhängig zu werden und rutschen im Zweifel in die Kriminalität. Auch junge Leute sind durchaus in der Lage, sich zu benehmen. Das bringt nicht nur Vorteile für die Allgemeinheit, sondern gerade für die jungen Leute selbst – gerade dann, wenn man als junger Mensch von anderen ernst genommen werden will.

25. Die Eltern für alles beschuldigen, was man an sich selbst schlecht findet

Wie in einem vorherigen Punkt bereits angesprochen, suchen viele Menschen die Schuld immer nur bei den anderen und viele Leute machen selbst vor den eigenen Eltern nicht halt. Du hast schlechte Gewohnheiten? Du isst zu viel, schaust zu viel Fernsehen oder lässt andere Leute ständig nicht ausreden? Andere Makel? Ist es nicht leicht, die Schuld für das eigene Verzagen auf die eigenen Eltern zu schieben? Vielleicht sind es die vererbten Gene, die für das Übergewicht verantwortlich sind oder die falsche Erziehung, die dafür gesorgt hat, dass du schlechte Charaktereigenschaften hast und deshalb nicht deinen Traumberuf ausüben kannst? Dabei ist der Streit mit den eigenen Eltern vorprogrammiert. Niemand hat perfekte Eltern und man kann sich eben nicht seine Eltern aussuchen. Was man allerdings definitiv tun kann, ist für das eigene Verhalten Verantwortung zu übernehmen und ungeliebte Eigenschaften selber wieder loszuwerden. Das heißt, dass man die Fehler der Eltern spätestens im Erwachsenenalter wieder beheben kann. Anstatt die eigenen Eltern für alles Schlechte an sich selbst zu beschuldigen, wäre es sinnvoller, wenn man einfach an sich arbeitet und einfach aufhört mit den Anschuldigungen.

27. Die Erziehung dem Fernseher überlassen

Zu viele Eltern wollen es sich bei der Kindererziehung leicht machen und überlassen die Erziehung deshalb dem Fernseher, gerade in Elternhaushalten, in denen beide Eltern berufstätig sind oder sich einfach zu schade sind, ihren Kindern die nötige Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Das Kind ist laut und macht Ärger? Setz es vor die Flimmerkiste und es wird ruhig werden. Was zwar kurzfristig für Ruhe sorgt, schadet langfristig der Entwicklung des Kindes. Im Privatfernsehen wird täglich viel Müll präsentiert. Die Massenmedien sind nicht darauf ausgelegt den Zuschauer zu bilden, sondern ihn dümmer zu machen oder anders ausgedrückt, ihn zu „unterhalten“. Das ist für das Kind verschwendete Zeit. Kinder sind voller Energie und Lernbereitschaft. Kinder brauchen sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und wollen aktiv sein. Sie wollen die Welt erkunden und nicht stundenlang auf dem Sofa vor der Glotze verbringen. Das ist wichtig für ihre Entwicklung. Ein Fernseher trägt nicht viel zur positiven Entwicklung eines Kindes bei. Regelmäßiges langes Fernsehen macht das Kind langfristig dümmer. Darum sollten alle bequemen Eltern die Erziehung wieder in die eigene Hand nehmen und das Beste aus ihrem Kind herausholen, anstatt es verblöden zu lassen. Diese Welt hat schon genug dumme Leute, wir brauchen nicht noch mehr davon.

28. Aus schädlichen Produkten Profit schlagen

Der hier geht an die Industrie. Von Zigaretten, Alkohol und Billigfleisch, bis hin zu industriell verarbeiteten Zucker und nutzlosen Hilfsmittel wie Nikotinpflaster; es ist kein Geheimnis, dass schädliche Produkte trotzdem verkauft werden, aus dem einfachen Grund, weil hier eine Menge Geld gemacht werden kann. Wie so oft siegt die Profitgier über den gesunden Menschenverstand. Viele dieser Produkte machen süchtig oder verursachen unnötig ein künstliches Problem, um dem Konsumenten anschließend die passende Lösung verkaufen zu können. Ich denke da an genetisch manipulierte Nutzpflanzen, die nur einmal im Jahr Früchte tragen, damit sie nächstes Jahr beim selben Hersteller samt Dünger wieder neu gekauft werden müssen. Oder an mRNA-Stoffe, die das Immunsystem ruinieren, damit der Patient später mit teuren Medikamenten und Therapien behandelt werden muss. Nicht zu vergessen die Aktion von Nestlé, als dieses Unternehmen in Ländern mit Wasserknappheit die Wasserquellen anzapfte und das Wasser anschließend verpackt in Plastikflaschen zu hohen Preisen weiterverkaufte.

Es gibt noch genügend andere Beispiele von anderen Konzernen. Die Gier und Skrupellosigkeit kennt bei zahlreichen Unternehmen keine Grenzen. Großkonzerne und auch Einzelpersonen lassen sich die übelsten Ideen einfallen, um mit den Problemen anderer Leute viel Geld zu verdienen. Das vergiftet langfristig unseren Planeten und ist leider schon seit langem Normalität. Hoffentlich machen es zukünftige Unternehmen besser und realisieren, dass Geld weder zum Essen, Trinken, noch zum Atmen geeignet ist.

29. Stillstand und sich vor Veränderung sträuben

Das betrifft vor allem die älteren Generationen. Viele Leute sträuben sich vor Veränderung, weil sie Angst davor haben. Neue Entwicklungen führen immer ins Unbekannte und genau das mögen viele nicht. Deshalb halten viele Leute lieber an ihren alten Werten und Traditionen fest, auch wenn diese in modernen Zeiten nicht mehr funktionieren und schon lange ausgedient haben. Manche Menschen finden einen bestimmten Zustand so gut, dass sie es im übertragenen Sinne einfrieren möchten. So gibt es Leute, die seit 40 Jahren dieselben Dinge tun, immer wieder dasselbe sagen, dieselben Überzeugungen pflegen und sogar immer noch dieselben Kleider tragen. Etwas zu ändern kommt für sie nicht infrage, auch wenn ihre alten Werte und Traditionen heute längst nicht mehr funktionieren. Das bremst sämtliche Innovation aus und sorgt nicht selten für Konflikte zwischen jüngeren und älteren Generationen.

Die Angst vor Veränderung ist einer der Gründe, warum im Jahr 2021 die Mehrheit der Energieversorgung immer noch von fossilen Brennstoffen abhängt oder warum die meisten Menschen immer noch 10 Stunden am Tag arbeiten gehen, obwohl wir längst Digitalisierung und automatisierte Maschinen haben, die uns sehr viel Arbeit abnehmen können. Leute, die sich vor Veränderung sträuben, erzeugen langfristig eine toxische Atmosphäre. So viele Dinge könnten besser werden, wenn man einfach mit der Zeit mitgehen würde und positive Veränderungen zulässt. Weil viele das nicht machen und sich stattdessen an veraltete Werte klammern, müssen wir heute immer noch mit den gleichen Problemen kämpfen wie die Leute von vor 100 Jahren. Dabei ist Veränderung die einzige Konstante. Alles verändert sich ständig; es ist ein Naturgesetz. Wer gegen dieses Naturgesetz ankämpft, verschwendet nur unnötig viel Energie.

30. Manipulation und Kontrollsucht

Das ist in zahlreichen traditionellen Unternehmen leider noch gang und gäbe. Es gibt noch zu viele Chefs, die ihren Mitarbeitern nicht vertrauen und sie deshalb bei allem, was sie tun, kontrollieren müssen. Das findet man auch noch häufig in der Politik wieder. Ständig wollen gewisse Leute alle manipulieren und Kontrolle ausüben, um auf diese Weise ihre Macht zu bewahren. Kontrollsüchtige Arbeitgeber halten sich für einen Gott. Sie entscheiden darüber, um wie viel Uhr ihre Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, welche Kleidung sie tragen, mit welchen Leuten sie sprechen dürfen, was sie essen dürfen und welchen Sprachstil sie verwenden. Jedes kleinste Detail wird kontrolliert und wer nicht das tut, was der Chef sagt, fliegt.

Kontrollsucht entsteht aus Angst und einem Mangel an Vertrauen. Vielleicht kennst du diesen Spruch: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Das mag in einigen Dingen stimmen, doch in einigen Fällen ist es unnötig. Kontrollsüchtige Menschen nehmen diesen Satz jedoch sehr ernst. Da die meisten das einfach mitmachen, wurde es mittlerweile zur neuen Normalität. In der Pandemie 2020 bestanden viele Chefs darauf, dass ihre Mitarbeiter trotzdem ins Büro kommen und sich dann dort an unzählige Hygienevorschriften halten mussten. Viele Chefs konnten ihren Mitarbeitern nicht vertrauen und zweifelten daran, dass sie ihre Arbeit auch von zuhaue aus zuverlässig erledigen konnten.

Die Politiker etablierten stattdessen eine Home-Office-Pflicht. Auf beiden Seiten hätte man sich den Wahnsinn ersparen können und die Leute einfach selbst entscheiden lassen können, was für sie das Beste ist. Doch das wurde nicht geduldet, schlicht aus Kontrollsucht und wegen des Mangels an Vertrauen. Der ständige Kontrollzwang ist nicht nur nervig und toxisch, er bremst ebenso Produktivität und Kreativität aus. Langfristig stellt dieses Verhalten eine psychische Belastung dar. Niemand möchte ständig kontrolliert werden, kein gesunder selbstdenkender Mensch ist scharf darauf, dass man ihm bei jeder Kleinigkeit auf die Finger schaut. Nur, wenn man den nötigen Freiraum hat und das Vertrauen da ist, kann man ein lebenswertes Leben führen. Mit ständiger Überwachung und Totalkontrolle wird das nicht funktionieren.


Fazit:

Weil die genannten toxischen Verhaltensweisen für die meisten zur Normalität wurden, sind sich viele Leute dem nicht bewusst. Sie glauben, es sei okay nur, weil die meisten anderen das auch so machen und es als normal empfinden. Doch nur weil etwas als normal gilt oder von der breiten Masse so definiert wird, heißt das nicht, dass es gut oder schön ist. In Indien soll das Spucken auf die Straße eine Tradition sein und Glück bringen. Weil dort ganz viele Menschen daran glauben und das Spucken auf der Straße zur Normalität wurde, sehen die Straßen dort oft abscheulich aus. In anderen Länder hat man stattdessen die Zigarettenstöpsel oder das wöchentliche Saufgelage in Clubs und Bars.

Wie wäre es, wenn jeder die „normalen“ Dinge gründlich hinterfragt und sich ernsthaft die Frage stellt, was an dieser normalen Sache eigentlich so normal sein soll? Würdest du es normal finden, wenn jeder ab seinem 30. Lebensjahr von der Klippe springt, nur weil irgendjemand gesagt hat, dass das eine Tradition ist? Oder nur weil alle anderen das tun und für normal halten? Würdest du das dann auch mitmachen? Wahrscheinlich nicht. Jemand, der klar denken kann und einen gesunden Menschenverstand besitzt, würde das hinterfragen, weil es etwas Extremes wäre. Warum tun wir das dann nicht auch bei allen anderen toxischen Verhaltensweisen, die mittlerweile als normal gelten? Der Mensch kann seine ungünstigen Verhaltensmuster erst dann verändern, wenn er überhaupt realisiert, dass er sie hat und dass diese eigentlich weder gut noch normal sind.

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Über Daniel Weber

Ist Diplominformatiker und führt mittlerweile erfolgreich mehrere Software-Unternehmen, die Lernprogramme und Simulationssoftware produzieren. Er durfte selbst die gravierenden Missstände der modernen Gesellschaft auf die harte Tour kennenlernen und möchte nun seine Erfahrungen mit anderen teilen, damit andere aus seinen Fehlern lernen. Dies tut er, indem er Vorträge auf Veranstaltungen hält oder indem er Artikel auf diesem Blog verfasst zu den Themen Spiritualität, Finanzen, Digitalisierung und Gesellschaft.

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